MainRadweg von Creußen nach Mainz

Nach ein wenig Planung und Vorbereitung haben wir jetzt die MainRadweg Tour durchgezogen. Es hat alles super geklappt. Das Wetter war sehr heiss, aber so mag ich es ja.

Gute Informationen gibt es auf der Mainradweg Website. Hier kann man sich auch die Broschüre „Der MainRadweg“ kostenlos bestellen. Das Mitführen dieses Guides macht wirklich Sinn.

Etappe von bis Länge (km) Ort
1 0,0 28,0 28,0 Altenplos
2 28,0 124,1 96,1 Zapfendorf
3 124,1 194,1 70,0 Schweinfurt
4 194,1 308,4 114,3 Himmelstadt
5 308,4 364,2 55,8 Marktheidenfeld
6 364,2 492,5 128,3 Hanau-Steinheim
7 492,5 557,0 64,5 Mainz-Kastel

Im Moment werden noch die ganzen Bilder sortiert und beschriftet, wenn diese fertig sind, werden diese hier natürlich mit eingefügt.

Wir haben uns für den roten Main entschieden, da man nach Creußen mit dem Zug fahren kann. 

Wir haben nur wenig Gepäck gehabt, trotzdem ist es für eine Frau schon sehr schwer die gepackten Fahrräder in den Bahnhöfen auf die Bahnsteige hochzutragen.

Die Fahrradabteile in den Zügen, mit denen wir gefahren sind, waren recht voll. Also plant genug Zeit ein, es kann auch einmal sein, das ihr nicht in den Zug reinkommt.

Etappe 1 (28 km): Creußen – Altenplos

In Creußen waren wir die einzigsten, die mit dem Fahrrad ausgestiegen sind. Also stand zuerst einmal Orientierung an. Wir haben gleich den Anfang des MainRadweges gefunden. Auf dem Weg zur Quelle in den „Bergen“ haben wir uns erst mal unsere Radklamotten angezogen. Die letzten 500 Meter vor der roten Main-Quelle ist ein auf einem Waldweg ausgeschildert. Hier sollte man besser auf dem Schotterweg bleiben. 

Die rote Main Quelle ist ein 1 Zentimeter dickes Rohr. Es ist schon enorm, das daraus irgendwann der große Main wird.

Man muß sich an die Ausschilderung mit dem MainRadweg gewöhnen. Immer nach dem Piktogramm gehen.

Der Waldweg hatte schlechten Einfluß auf unsere Hinterräder. An Ines Rad sind zwei Speichen gebrochen und haben sich komisch in die Kassette verkeilt, das auch andere Speichen schon verbogen sind. Deshalb steht ein neues Hinterrad an.

Wir haben ein schönes Plätzchen zum Campen in der Nähe von Altenplos am Main entdeckt. Das Anti-Brumm gegen die Mücken ist aber sehr sinnvoll.

Etappe 2 (96,1 km): Altenplos – Zapfendorf

Wir hatten heute Nacht unsere Ruhe und haben alles sauber. hinterlassen.

Wir haben einen Stopp im Eldorado von Kulmbach eingelegt, diese haben das neue Hinterrad fertig gemacht.

Danach ging es an den Badesee in der Nähe von Kulmbach. Hier stand ein erstes Mal waschen auf dem Programm.

Wir haben einen Abstecher zur Kirche Vierzehnheiligen gemacht. Das waren aber ganz schön Höhenmeter.

Danach ging es zur Stärkung in eine Pizza in die Altstadt von Bad Staffelstein.

Wir sind am Ende des Tages auf einer Wiese vor Zapfendorf gelandet. Ich war so fertig habe es mir im Zelt bequem gemacht um den Mücken aus dem Weg zu gehen.

Etappe 3 (70 km): Zapfendorf – Schweinfurt

Von Zapfendorf ging es heute über Bamberg nach Schweinfurt wo wir unsere Seminar besuchen wollten.

Nach Bamberg hat mein Hinterrad auf einmal Ping-ping-ping gemacht und eine Speiche hat den Geist aufgegeben und der Achter war riesengross. Ich wußte ja, dass das Hinterrad meine Archillesferse ist, da es schon vor dem Tourantritt leicht gewackelt hat.

Auf dem Weg vor Schweinfurt gab es immer mal wieder längere gerade Strecken, welche für Ines etwas nervig waren. Einmal kurz vor Schweinfurt mußte sie auch noch mal dringend in den Main zum Schwimmen.

In Schweinfurt konnten wir mit etwas Verzögerung auch unsere Pension beziehen.

Wir haben dann noch einen Fahrradladen gesucht, welcher das Hinterrad reparieren kann. Wir waren aber erst im 3. Geschäft erfolgreich.

Abends gab es noch einen schönen, guten Döner.

Samstags konnte ich dann mein Fahrrad abholen. Neues Hinterrad, neue 7-Gang Kassette, da sie nicht das richtige Werkzeug hatten, die alte 6-Gang Kassette abzuziehen. Und wie von mir gewünscht, hatte ich auch neue Bremsbacken, so das ich auch wieder „richtig“ bremsen konnte. Im Vergleich zu meinen Bremsscheiben am MTB ist das natürlich trotzdem lächerlich.

Abends sind wir dann auf das Honky Tonk Schweinfurt gegangen.

Da wir auch Sonntags auf Montags noch in der Pension waren, hatten wir Glück, da es ein starkes Gewitter mit Regen gab.

Etappe 4 (114,3 km): Schweinfurt – Himmelstadt

Auf unserer langen Etappe von Schweinfurt nach Himmelstadt haben wir natürlich ein Foto des gerade erst abgeschalteten Atomkraftwerks Grafenrheinfeld gemacht. Wir wollten auch nicht die Fähre über den Main nehmen, deshalb mußten wir einen kurzen Abstecher in die Weinberge von Volkach machen.

In Randersacker haben wir auf den Sonnenstühlen Platz genommen.

In Erlabrunn haben wir einen langen Abstecher an die Seen gemacht und uns einen schönen Nachmittag gemacht.

Vor der Himmelstadt-Schleuse haben wir einen Zeltplatz gefunden. Er war mir zwar etwas zu nah an der Schleuse, aber es ging ja gut. Mit dem Aufstellen des Zeltes haben wir bis 21:30 Uhr gewartet.

Etappe 5 (55,8 km): Himmelstadt – Marktheidenfeld

Nach einem erfrischenden morgentlichen Bades im Main haben wir die kurze Etappe nach Marktheidenfeld in Angriff genommen. Ich mußte unterwegs zwar wieder einmal kurz schrauben, das war aber problemlos.

Den Abschnitt des Main Radwegs von Lohr am Main nach Marktheidenfeld, war für uns natürlich ein Heimspiel. Wir waren schon um kurz nach 13 Uhr an unserem heutigen Etappenziel.

Hier haben wir unsere Möglichkeiten genutzt und eine Waschmaschine angeworfen.

Etappe 6 (128,3 km): Marktheidenfeld – Hanau Steinheim

Heute sind wir erst recht spät wach geworden, da wir gestern Abend zu lange wach waren.

Ich hatte schon geklärt, das wir eventuell bei einem Kumpel im Garten in Aschaffenburg zelten können, wenn wir nicht weiter fahren wollen.

Heute hatte wir richtig mit dem angekündigten Wind zu kämpfen. Man hat immer das Gefühl, das er immer von Vorne kommt. Aufgrund der kurzen Etappe von gestern hatten wir aber trotzdem einen guten Schnitt und waren schon um 15 Uhr in Aschaffenburg. Dafür hatten wir an diesem Tag aber auch keine Bade/Sonnen-Pause eingelegt.

Da wir so früh in Aschaffenburg eingetroffen sind. Wollten wir noch einige Kilometer machen, damit wir morgen abend nicht zur Rush Hour mit dem Zug zurückfahren müssen.

Durch Seligenstadt sind wir durchgebrettert, da waren wir letzt noch mit dem Fahrrad. Wir hatten vor noch mal bei Köhler Küsse vorbeizuschauen 🙂 Als wir dort angekommen sind, war es allerdings schon 18:02 Uhr und schon zu. Aber für Ines haben sie die Eingangstür noch einmal aufgemacht und wir konnten uns noch schnell einen 25er Pack holen. Der hat dann allerdings nicht lange gehalten und wir haben uns noch ein paar Bällchen Eis gekauft.

Dann sind wir auf die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit gegangen. Hier haben wir dieses Mal länger gesucht.

Schlussendlich haben wir aber einen super Platz gefunden. In dieser Nacht hat es das erste Mal geregnet.

Etappe 7 (64,5 km): Hanau Steinheim – Mainz

Heute morgen sind wir vom Regen geweckt worden. Trotzdem war es aber angenehm da draußen. Wir sind schon früh losgefahren.

Zuerst ging es noch an einer Reihe Trauerweiden vorbei. Dann ging es nach Offenbach und Frankfurt. Unten am Main in Frankfurt war ganz schön viel Betrieb. Leider gab es dort nirgends einen Kaffee, deshalb haben wir einen Abstecher nach Griesheim gemacht. Dort konnten wir im Bruno’s Imbisstreff unser Frühstück genießen.

Danach ging es am Höchster Industriepark vorbei. Wir sind mit viel Gegenwind auf Deichen gefahren und schlussendlich waren wir in an der Mündung des Mains in den Rhein. Hier war die Freude natürlich sehr groß das Ziel erreicht zu haben.

Wir haben uns dann noch Zeit genommen und haben uns auf eine Bank am Rhein gesetzt um unsere Essensreste zu verspeisen. Danach sind wir zum S-Bahnhof Mainz Kastel gefahren um dort in die S-Bahn S9 Richtung Hanau zu steigen. Dort haben wir die Bembel nach Hause genommen.

Wir sind glücklich und gesund wieder zuhause angekommen.

MainRadweg von Creußen nach Mainz

Nick Horn ist für den Blog Nicks-Lifestyle.de verantwortlich und interessiert sich für die Themen Lifestyle, Technik, Sport und Reisen. Motto: Der Weg ist das Ziel.

Markiert in:     

Kommentar verfassen